Come Rain Or Come Shine

Autor

viavelo

Datum

2018-10-20

Wenn man einen Tag vor dem Brevet den Wetterbericht mit apathischer Gleichgültigkeit studiert und gleich schon wieder alle Einzelheiten vergisst, muss etwas Schlimmes passiert sein. Etwa, dass man sein gesamtes Vermögen an der Börse verspielt hat. Oder, dass man schon seit einer Woche nicht mehr auf dem Rad gesessen ist. Das sind Tiefpunkte im Leben, durch die man durch muss.

Die Persistenz des Seienden

Autor

viavelo

Datum

2014-04-16

Lange hat man sich nicht mehr gesehen und vielleicht sogar - unsereiner, sagt's nicht gern - etwas vermisst und winters heimlich im Internet nach den Spuren derer gesucht, die nun an den Tischen sitzen und plaudern, als hätte man das ganze Jahr nichts anderes gemacht.

200 km Breisgau-Brevet - 2014

Autor

Stefan Leistner Baumgardt

Datum

2014-04-16

Die schwierigste Entscheidung beim diesjährigen 200er am 5. April in Freiburg stellt sich am Vorabend: Welchem Wetterbericht gebe ich den Vorzug? Zu unterschiedlich ist ihr „Nässegrad“. Ich bin dann mal optimistisch und nehme den, der den Regen für die Zeit ab 18 Uhr prognostiziert - denn dann sollte ich eigentlich unter dem Vordach vom „Augustiner“ sitzen. Nichtsdestotrotz packe ich meinen „Koffer“ und nehme mit: Wasserdichte Überschuhe, 3/4-Regenhose, Regenjacke (die ich auch als Langarmtrikot nutze) und noch den wasserdichten Helmüberzug.

Brevet heißt Prüfung

Autor

Jan Fries

Datum

2018-10-20

Der Grund aller Strapazen des Randonneurs ist die Bewältigung der Herausforderung. Schon die Distanzen der Brevets, geschweige denn die 1.200 Kilometer von Paris nach Brest und zurück, sind für den Unbewandelten nur schwer vorstellbar. Dem erfahrenen Randonneur mag es gelingen, die Herausforderung psychisch zu reduzieren. Dennoch wirbelt das Element des Unbekannten manche akzeptierte Herausforderung durcheinander.

Belchen satt

Autor

Tobias Jandt

Datum

2013-09-24

Nach dem Hansebrevet in Berlin stellte sich mir die Frage, ob 2 Wochen zur Erholung reichen, um All you can Eat Belchen zu fahren?

Also Appetit auf Berge hatte ich genug. Als Startzeit wählte ich den Freitag Abend, denn ich wollte den Chasseral im Hellen sehen.

...mutmaßlich die glücklichsten Menschen

Autor

viavelo

Datum

2013-08-19

Im Prinzip ist alles steigerungsfähig. Die bekanntesten Beispiele sind etwa Finanzkrisen, Managergehälter oder Rettungsschirme zur Weiterfinanzierung der Bänkerboni. Das alles ist sehr aufregend, und so war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis auch aus Randonneurszirkeln ein ernsthafter Vorstoß unternommen wurde, das Erregungspotenzial am Start weiter zu erhöhen. Die Erwartungen vieler richteten sich in Deutschland seit Monaten auf die Eröffnung der ersten Super-Randonnée, der Belchen satt im Breisgau.